1. Der Kopf — an wen Sie zahlen
Jede Rechnung zeigt zwei Unternehmen: Ihren Vertriebsanbieter (an den Sie zahlen — Iberdrola, Endesa, TotalEnergies, Naturgy) und den Netzbetreiber (z. B. i-DE an der Costa Blanca). Den Vertrieb können Sie wechseln; der Netzbetreiber ist standortabhängig fix.
2. CUPS-Code — die eindeutige Kennung Ihrer Villa
Der CUPS (Código Universal del Punto de Suministro) ist ein 20–22-stelliger Code für Ihren Anschluss. Sie brauchen ihn für jeden Anbieterwechsel, jede Solar-Anmeldung und jeden Förderantrag — gut aufbewahren.
3. Potencia contratada — die stille Monatsbelastung
Die maximale Leistung (in kW), die Ihr Haus jederzeit abrufen darf. Sie zahlen täglich dafür — auch ohne Verbrauch. Die meisten Villen haben 5,75–14,49 kW kontrahiert. Seit 2021 gibt es zwei Werte: Spitze (P1) und Nebenzeit (P2). Häufiger Fehler: 9,2 kW oder mehr 'zur Sicherheit' — und dauerhaft 15–40 €/Monat zu viel zahlen.
4. Verbrauchte Energie — der kWh-Block
Ihr tatsächlicher Verbrauch. Seit 2021 teilen die meisten Tarife den Tag in drei Zeiträume: P1 Spitze (10–14 Uhr, 18–22 Uhr werktags — am teuersten), P2 Mittel (8–10, 14–18, 22–24 Uhr werktags — mittel) und P3 Schwachlast (0–8 Uhr werktags + Wochenende — am günstigsten). Solar produziert am meisten in P1/P2 — genau dann, wenn Netzstrom am teuersten ist.
5. Steuern und Abgaben
Impuesto sobre la Electricidad (ca. 5,11 %) und IVA (Mehrwertsteuer, meist 21 %). Beides wird auf Leistung + Energie + Zählermiete angewendet. Niedrigere Rechnung = niedrigere Steuern.
6. Sparpotenzial in 5 Minuten erkennen
Spitzenlast vs. kontrahierte Leistung vergleichen — kommen Sie nie an die Grenze, reduzieren. P1 vs. P3 vergleichen — liegt der Großteil in P1/P2, amortisiert sich Solar schnell. Jahres-kWh ÷ 12 = Monatsmittel, Grundlage der Anlagenauslegung.